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Auf der Brücke über die Eisenbahnlinie an der Kölner Straße/ Ecke Bahnhofstraße legte die damalige Stadt Elberfeld gegenüber der einige Jahre zuvor fertig gestellten Stadthalle eine kleine Grünanlage an. Dort errichtete der Wuppertaler Bildhauer Prof. Erich Cleff d. Ä. im Jahre 1914 einen Wandzierbrunnen. 4 trapezförmige Säulen, eine Rückwand und eine Mauer dahinter trugen das Kapitell. Die Seitenteile des Brunnens sind mit schönen Reliefs geschmückt.  

Das Brunnenwasser sprudelte ursprünglich an 3 Stellen zwischen den Säulen in das dreigeteilte Brunnenbecken. Die beiden linken Säulen stürzten vor Jahrzehnten nach vorn in das Brunnenbecken. In ihrem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ beschreibt Ruth Meyer- Karweg den Brunnen ausführlich. 

Efeu deckte den nicht mehr funktionstüchtigen Brunnen immer mehr zu. Anfang 2015 wurden wir als Bürgerverein der Elberfelder Südstadt e. V. von Anwohnern auf den Brunnen aufmerksam gemacht. Das Grünflächenamt hatte nämlich auf Anregung des Stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Ulrich Güldenagel den Brunnen freigeschnitten, so dass dieser nun erstmals wieder sichtbar wurde. Wir erreichten durch weitere Arbeiten des Grünflächenamtes sowie eines Steinmetzes, dass die in das Brunnenbecken gestürzten und durch Schutt und Efeu verdeckten Säulen gefunden und gesichert werden konnten.  
 
Die Lokalpresse berichtete mehrfach. 

Die rückwärtige Mauer, auf der das mehrere Tonnen schwere Kapitell des Brunnenbauwerks aufliegt, war marode und musste komplett abgerissen und erneuert werden. Ferner mussten einzelne schwere Steinsegmente des Werks vorübergehend zerlegt werden, um die in den Fugen zwischen diesen Steinsegmenten befindlichen Efeuwurzeln entfernen zu können. Ohne deren Entfernung hätten sich die Fugen nach sachverständiger Einschätzung nicht ordnungsgemäß abdichten lassen können. Sie würden in Zukunft die Steinsegmente wieder auseinanderdrücken. 2 seitliche komplett zerstörte Einfassungen mussten durch den Steinmetz erneuert werden.

Um nicht ständig Frischwasser zu vergeuden, ist eine Umwälzanlage eingebaut worden, deren Stromversorgung freundlicher Weise die LEG (Landesentwicklungsgesellschaft) übernimmt, die Eigentümerin des angrenzenden südlichen Hausgrundstücks ist.

Die Restaurierung des Wandzierbrunnens hat sich mit Sicherheit gelohnt. Wir haben schon zahlreiche begeisterte Zusprüche erhalten, auch von Ortsfremden. Auswärtige Besucher der Historischen Stadthalle blicken von deren Frontseite direkt auf den Brunnen hinüber. Abgesehen von diesem zusätzlichen Anziehungspunkt für die Stadthalle könnte sich aus dem restaurierten und wieder Wasser speienden Brunnen zudem ein Anfang für einen Aufschwung der Kölner Straße ergeben!

Fertig ist man aber auch nach Durchführung eines solchen Projektes praktisch nie. Der Brunnen muss ständig überwacht werden. Nicht nur Eis in der kalten Jahreszeit, sonder auch Laub, Gras, Plastik und Zigarettenstummel können u. a. die Umwälzpumpe zusetzen und zerstören. Gut ist es, wenn wir immer genug Mittel in der Hinterhand haben, um jederzeit alles in Ordnung zu halten.
Projektort: Kölner Str. gegenüber der Stadthalle, 42103 Wuppertal, Deutschland

Ansprechpartner:

R. Hagemeyer

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