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Foto: Stefan Fries. Auf der Brücke über die Eisenbahnlinie an der Kölner Straße/ Ecke Bahnhofstraße legte die damalige Stadt Elberfeld gegenüber der einige Jahre zuvor fertig gestellten Stadthalle eine kleine Grünanlage an. Dort errichtete der Wuppertaler Bildhauer Prof. Erich Cleff d. Ä. im Jahre 1914 einen Wandzierbrunnen. 4 trapezförmige Säulen, eine Rückwand und eine Mauer dahinter trugen das Kapitell. Die beiden rechten Säulen befinden sich an ihrer ursprünglichen Position, während die beiden linken Säulen irgendwann nach vorn in das Brunnenbecken stürzten. Die Seitenteile des Brunnens sind mit schönen Reliefs geschmückt. 

Das Brunnenwasser sprudelte ursprünglich an 3 Stellen zwischen den Säulen in das dreigeteilte Brunnenbecken. Die leider maroden Rohrleitungen kann man noch heute sehen. In ihrem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ beschreibt Ruth Meyer- Karweg den Brunnen ausführlich. 

Seit Jahrzehnten deckte Efeu den nicht mehr funktionstüchtigen Brunnen immer mehr zu, so dass er schließlich fast völlig in Vergessenheit geriet. 

Anfang 2015 wurden wir als Bürgerverein der Elberfelder Südstadt e. V. von Anwohnern auf den Brunnen aufmerksam gemacht. Das Grünflächenamt hatte nämlich auf Anregung des Stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Ulrich Güldenagel den Brunnen freigeschnitten, so dass dieser nach Jahrzehnten erstmals wieder sichtbar wurde. Wir erreichten - in Absprache mit der Bezirksvertretung Elberfeld - durch weitere Arbeiten des Grünflächenamtes sowie eines Steinmetzes, dass die nach vorn in das Brunnenbecken gestürzten und verdeckten Säulen gefunden und gesichert werden konnten. Sie stehen seitdem auf dem Betriebshof des Steinmetzes. 

Die Lokalpresse berichtete mehrfach. 

Die rückwärtige Mauer, auf der das mehrere Tonnen schwere Kapitell des Brunnenbauwerks aufliegt, ist marode und muss erneuert werden. Ferner müssen die einzelnen ebenfalls Tonnen schweren Steinsegmente des Werks vorübergehend zerlegt werden, um die in den Fugen zwischen den Steinsegmenten befindlichen Efeuwurzeln entfernen zu können. Ohne deren Entfernung lassen sich die Fugen nach sachverständiger Einschätzung nicht ordnungsgemäß abdichten. Sie würden in Zukunft die Steinsegmente wieder auseinanderdrücken. 2 seitliche zerstörte Einfassungen müssen durch den Steinmetz erneuert werden.

Um nicht ständig Frischwasser zu vergeuden, soll eine Umwälzanlage eingebaut werden, deren Stromversorgung freundlicher Weise die LEG (Landesentwicklungsgesellschaft) übernimmt, die Eigentümerin des angrenzenden südlichen Hausgrundstücks ist.

Die Restaurierung des Wandzierbrunnens würde sich mit Sicherheit lohnen. Man denke nur an auswärtige Besucher der Historischen Stadthalle, von deren Frontseite man direkt auf den Brunnen hinüberblickt. Abgesehen von diesem zusätzlichen Anziehungspunkt für die Stadthalle könnte sich aus dem restaurierten und wieder Wasser speienden Brunnen zudem ein Anfang für einen Aufschwung der Kölner Straße ergeben!
Projektort: Kölner Straße/ Ecke Bahnhofstraße, 42103 Wuppertal, Deutschland
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Ansprechpartner:

R. Hagemeyer

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